Altenstadt/WM, Januar 2026 – Indexgebundene Rentenversicherungen (Indexpolicen) haben sich fest in der Produktlandschaft deutscher Lebensversicherer etabliert. Sie verbinden das Sicherheitsversprechen einer klassischen Rentenversicherung mit Renditechancen, die über eine Indexbeteiligung entstehen können – und haben sich in der Vergangenheit in vielen Beratungsgesprächen als feste Option etabliert. Aktuelle Ergebnisse der IVFP Produkttrends Umfrage 2026 zeigen jedoch, dass die Beratungshäufigkeit der Vermittler:innen zu Indexpolicen weiter nachlässt: rund 50 Prozent aller Vermittler:innen beraten derzeit nicht (mehr) zu Indexpolicen – der schlechteste Wert seit Beginn der Erhebung. „Damit wird sichtbar, dass die Zurückhaltung nicht nur ein kurzfristiger Trend ist, sondern sich zunehmend verfestigt“, so Dr. Andreas Kick, IVFP Geschäftsführer.

Nicht nur die Beratung wird weniger – auch die Zahl der Anbieter schrumpft. So haben sich die Barmenia, die HDI Vorsorge (ehemals TARGO) sowie die LV 1871 aus dem Neugeschäft mit Indexpolicen verabschiedet. „Der Markt konsolidiert sich – und die Auswahl wird kleiner“, so Kick weiter. Aktuell haben noch 13 Lebensversicherer eine indexgebundene Rentenversicherung im Angebot.
„Der Hauptgrund dafür dürfte in der Niedrigzinsphase und der daraus resultierenden geringen Überschussbeteiligung zu suchen sein“, stellt Kick fest. Umso erfreulicher ist, dass die gestiegenen Überschüsse in den letzten Jahren dazu führten, dass sich gute Börsenjahre auch wieder in der Renditegutschrift von Indexpolicen widerspiegeln. Nach dem guten Indexjahr 2024 konnte das vergangene Indexjahr noch mal eine Schippe drauflegen. Im Durchschnitt betrug die maßgebliche Rendite von Indexpolicen, deren Indexjahr in 2025 endete, etwa 3,4 Prozent. „In der Spitze wurden sogar mehr als zehn Prozent erreicht“, resümiert Kick. Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten Modelle auf Basis einer jährlichen Beteiligungsquote gegenüber Modellen mit einer Obergrenze (Cap) die Nase vorne.

Besonders erfreulich ist, dass sich der Trend zu mehr Überschüssen und verbesserten Renditechancen auch im Jahr 2025 fortgesetzt hat. Nachdem die Überschussbeteiligung – nach wie vor der entscheidende Faktor für die Renditeaussichten dieser Produktgattung – in der Vergangenheit regelmäßig nach unten angepasst werden musste, führte das aktuelle Zinsniveau dazu, dass die Überschüsse nun zum wiederholten Mal erhöht werden konnten. Demnach haben die Versicherungsunternehmen mehr Geld für die Indexbeteiligung zur Verfügung und können den Kund:innen bessere Konditionen (Cap, Quote, usw.) anbieten, was die Renditechancen wiederum erhöht. „Mittelfristig können Indexpolicenbesitzer:innen von den gestiegenen Marktzinsen profitieren“, so Kick.

Einen Überblick über die Indexrenditen (2025) und über die unterschiedlichen Indexmodelle finden Sie hier. Ebenfalls steht Ihnen dort eine ausführliche Erklärung der Funktionsweise von Indexpolicen zur Verfügung.